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Wenn die Hüfte Schmerzen bereitet

Die Ursachen können vielfältig sein

Schmerzen in der Hüftumgebung sind keineswegs immer direkt auf das Hüftgelenk zurückzuführen. Auch Muskeln, Sehnen, Schleimbeutel oder Nerven in der Nachbarschaft können Auslöser von Beschwerden sein. Die möglichen Ursachen sind so vielfältig, dass nur ein erfahrener Orthopäde eine genaue Diagnose stellen kann. Erst wenn der Grund für den Hüftschmerz erkannt ist, kann mit einer Therapie begonnen werden, die genau auf Ihre Beschwerden passt. Die Hüftspezialisten der Elisee Klinik in Nürnberg geben Ihnen hier einen informativen Überblick zu den möglichen Auslösern von Hüftschmerzen.

Wie kann es zu Hüftschmerzen kommen?

Ihre beiden Hüftgelenke verbinden die Beine mit dem Rumpf. Im Laufes des Tages sind sie ständig im Einsatz und erfüllen ihre wichtigste Funktion: Ihnen die Fortbewegung zu ermöglichen. Dieser „Dauerbetrieb“ kann mancherlei Funktionseinbußen hervorrufen und Beschwerden mit sich bringen.

Für Hüftschmerzen im Allgemeinen gilt:

  • Solche Beschwerden treten meistens einseitig auf. Dass beide Hüften schmerzen, ist eher selten.
  • Beschwerden, die direkt auf Funktionseinbußen des Hüftgelenks zurückgehen, machen sich sehr häufig an der Leiste, an den Oberschenkeln oder im Gesäßbereich bemerkbar. Daher ordnen Patientinnen und Patienten ihre Schmerzen vielfach gar nicht dem eigentlichen Unruheherd zu.
  • Beschwerden in benachbarten Körperzonen, zum Beispiel am Rücken, können in den Hüftbereich ausstrahlen und dort ebenfalls Schmerzen verursachen.

Man sieht: Für eine eingehende Diagnose muss unbedingt ein Experte hinzugezogen werden. Auch die Therapiemöglichkeiten hängen von der korrekten Feststellung der Schmerzursache ab.

Hüftschmerzen im Überblick

Engerer Hüftbereich

Schleimbeutelentzündung:

  • Von der Seite der Hüfte bis zum oberen Bereich des Oberschenkelknochens gehen hier dumpfe bis stechende, meist anhaltende Hüftschmerzen aus.
  • Ausgangspunkt des Hüftschmerzes ist der sogenannte Rollhügel des Oberschenkelknochens. Hier sind die Schleimbeutel gereizt, die als Puffer zwischen dem Knochen und den dort befindlichen Sehnen und Muskeln liegen.
  • Oft steckt dahinter eine Überbelastung. Aber auch Rheuma, Infektionen oder eine schnappende Hüfte (siehe unten) können für diese Art von Hüftbeschwerden verantwortlich sein.

Nervenreizung:

  • Ein brennender Hüftschmerz tritt bei diesem Krankheitsbild oft außen an der Hüfte bis hinab zum Oberschenkel auf.
  • Schmerzursachen können Ischiasnerv, Femoralisnerv, Obturatoriusnerv oder verschiedene Hautnerven sein.
  • Der betroffene Nerv kann im Bereich der Wirbelsäule eingeklemmt sein oder durch Gewebeschwellungen, Fettansammlungen, zu enge Kleidung oder übermäßiges Training eine Einengung erlitten haben.

Hüftschmerzen in Richtung Oberschenkel

Schnappende Hüfte:

  • Hier strahlt der Hüftschmerz vom großen Rollhügel des Oberschenkelknochens aus.
  • Die Sehnenplatte erfährt am Rollhügel vorübergehend einen Widerstand und springt dann – oft hörbar – weiter. Betroffen davon sind häufig junge Mädchen.
  • Die Ursache kann in unterschiedlichen Beinlängen liegen, oft ausgelöst durch Wachstumsstörungen. Auch übermäßiges Muskeltraining kann diese Art von Hüftschmerz auslösen.

Meralgia paraesthetica:

  • Bei der auch als „Jeans-Krankheit“ bekannten Erscheinung kommen brennende Hüftschmerzen an der oberen Außenseite des Oberschenkels vor (der Begriff ist zusammengesetzt aus den griechischen Wörtern merós = Oberschenkel, pará = neben und aísthesis = Wahrnehmung). Beim Gehen, Stehen und schnelleren Laufen verstärken die Schmerzen sich meist.
  • Ursache ist die durch Druck bedingte Reizung eines Hautnervs in dieser Zone. Sie kann durch zu enge Kleidung, Fetteinlagerungen oder übermäßiges Krafttraining hervorgerufen werden.
  • Männer sind von den Hüftschmerzen einer Meralgia paraesthetica deutlich häufiger betroffen als Frauen.

Leistengegend

Einklemmende Hüfte:

  • Bei dieser auch als Impingement-Syndrom bekannten Erkrankung macht sich ein meist stechender oder ziehender Schmerz in der Leiste bemerkbar.
  • Gemäß der Wortbedeutung (englisch impingement = Aufprall) schlägt der Hüftkopf bei bestimmten Bewegungen wie zum Beispiel starken Beugungen schmerzhaft gegen das Dach der Hüftpfanne. Die Hüfte schmerzt bei einem Impingement-Syndrom vorrangig nach Belastung. Ursache ist eine Einengung der Gelenkstrukturen.
  • Solche Hüftschmerzen treten häufig erstmals im mittleren Lebensalter auf. Die Erkrankung kann die Vorstufe einer Arthrose sein (siehe unten).

Hüftkopfnekrose:

  • Typisch sind hier stechende, ziehende Schmerzen in der Leistenzone, die auch in Ruhestellung auftreten. Die Heftigkeit des Hüftschmerzes kann sich binnen kurzer Zeit steigern.
  • Ursache einer Hüftkopfnekrose ist eine gestörte Durchblutung des Hüftkopfs, die den Untergang von Knochengewebe mit sich bringt (Nekrose nach griechisch nékrosis = Absterben).
  • Die rasche Steigerung der Hüftschmerzen ist auf das plötzliche Auftreten solcher Durchblutungsstörungen zurückzuführen.

Hüftarthrose:

  • Bei einer Arthrose treten vor allem an der Leiste, oft aber auch im Bereich von Gesäß und Knien ziehende, eher dumpfe Hüftschmerzen auf. Zunächst kommen sie nach Belastung vor, später auch in Ruhe. Mit der Zeit nehmen sie zu.
  • Schmerzursache ist eine Abnutzung des Gelenkknorpels im Hüftgelenk. Er kann die Knochen von Oberschenkel und Hüftpfanne nicht mehr daran hindern, direkt aufeinanderzureiben.
  • Eine Hüftarthrose entsteht mit zunehmendem Alter häufig durch Gelenkverschleiß. Aber auch Unfälle oder Hüftdysplasien (eine Reifungsstörung der Hüfte) können ursächlich dafür sein.

Gesäßbereich

Piriformis-Syndrom:

  • Hier machen sich stechende bis ziehende Hüftschmerzen tiefer in Richtung Gesäß bemerkbar, vor allem nach Belastung.
  • Dem Hüftschmerz liegt eine Reizung des Sehnenansatzes am Piriformis-Muskel zugrunde (nach lateinisch piris = Birne und forma = Gestalt, so benannt wegen der besonderen Muskelform). Die betroffene Stelle liegt ungefähr zwischen Kreuzbein und großem Rollhügel. Beteiligt sein kann auch ein eingeengter Ischiasnerv.
  • Ursache ist in den meisten Fällen wohl eine Fehlbelastung beim Rotieren des Hüftgelenks. Derartige Hüftschmerzen kommen in jedem Alter vor, und zwar häufiger bei Frauen als bei Männern.

Andere Ursachen

Hüftschmerzen verschiedener Art können auf folgende Ursachen zurückgehen:

  • Hüftschmerzen während der Schwangerschaft sind oft auf Hormonumstellungen zurückzuführen, welche die Bänder im Beckenbereich weicher und dehnbarer machen. Der Hüftschmerz zeigt sich dann vorrangig beim Treppensteigen oder beim Umwenden im Liegen, häufig verstärkt im Ruhezustand.
  • Osteoporose (nach griechisch osteón = Knochen und póros = Durchgang) ist eine Erkrankung, die im Alter am häufigsten bei Frauen auftritt. Sie bringt Knochenschwund und Knochenbrüchigkeit mit sich. Das kann sich auch in Hüftschmerzen äußern.
  • Ein Ganglion (nach griechisch gagglíon = Geschwulst) ist eine mit Flüssigkeit gefüllte Zyste, die in Hüftkopf oder Hüftpfanne wachsen kann. Besonders bei Bewegungen löst sie Hüftschmerzen aus.
  • Ein Tumor (nach lateinisch tumere = geschwollen sein) kann ebenfalls im Hüftbereich entstehen und dort Hüftschmerzen bewirken.

Therapie bei Hüftschmerzen

Da Ihren Hüftschmerzen völlig verschiedene Erkrankungen zugrunde liegen können, sind auch die Behandlungsmöglichkeiten vielfältig. Sie sind abhängig von der Diagnose. Die ärztlichen Bemühungen werden sich in der Regel darauf richten, mit der Erkrankung auch die Ursache für den Hüftschmerz zu bekämpfen. Zur Schmerzlinderung können begleitend Medikamente verschrieben werden. Für die Therapie eines Hüftleidens kommen zum Beispiel die Anwendung von Physiotherapie und Krankengymnastik, Massagen oder eine physikalische Therapie mit Wärme, Kälte oder Strom in Frage. In schwereren Fällen kann auch ein operativer Eingriff helfen, bei weit fortgeschrittenen Abnutzungserscheinungen, wie sie etwa bei einer Arthrose vorkommen, auch ein künstliches Hüftgelenk.

Wir helfen Ihnen gerne

Schmerzen im Bereich der Hüfte können nur sinnvoll behandelt werden, wenn sich bei der fachärztlichen Untersuchung die Ursache für Ihre Beschwerden herausgestellt hat. Unsere erfahrenen Hüftspezialisten untersuchen Sie jederzeit gerne. Bitte vereinbaren Sie dafür per Telefon oder Kontaktformular Ihren persönlichen Termin.

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