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Behandlungsinformationen

Anästhesie: Vollnarkose
OP-Dauer: 1 Stunde
Klinikaufenthalt: 7–10 Tage
Wann wieder Sport? nach 12 Wochen

Hüftprothese bei schweren Gelenkproblemen

Mit einem künstlichen Hüftgelenk können Sie wieder schmerzfrei und mobil werden

Die Hüftgelenke zählen zu den am stärksten beanspruchten Teilen des Körpers: Schon beim normalen Gehen lastet das dreifache Körpergewicht auf ihnen. Ein Verschleiß des Gelenkknorpels ist daher häufig – vor allem im Alter. Eine Hüft-TEP (Hüft-Totalendoprothese) oder eine andere Art von Hüftprothese kann das beeinträchtigte Hüftgelenk ersetzen. Ein solches künstliches Hüftgelenk kommt dann zum Einsatz, wenn Gelenkpfanne, Gelenkkopf oder beides stark in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Die Hüftprothese kann die Lebensqualität von Patientin oder Patient erheblich steigern. Die Fachärzte der Elisee Klinik in Nürnberg besitzen mit Hüft-TEPs und anderen Formen von künstlichen Hüftgelenken sehr viel Erfahrung.

Wann Hüftprothese / Hüft-TEP?

Der Begriff „Endoprothese“ leitet sich von den griechischen Wörtern „endo“ (deutsch: innen), „pro“ (statt, für) und „thesis“ (Setzen) ab. Eine Hüft-Totalendoprothese (Hüft-TEP) oder eine andere Hüftprothese kommt bei verschiedenen Leiden in Betracht: Nicht nur allmählicher Verschleiß in Form einer Hüftgelenkarthrose, auch Knochenbrüche, rheumatische Erkrankungen oder Fehlstellungen können das Hüftgelenk stark schädigen. Eine nichtoperative Behandlung bringt dann oft keine Besserung mehr. Dauernde Hüftschmerzen sind die Folge. Hüftgelenkarthrosen oder andere Hüftprobleme äußern sich meist folgendermaßen:

  • Gelenksteifheit
  • Bewegungsprobleme und Haltungsschäden
  • zunehmende Hüftschmerzen

Bei starker Abnutzung der Gelenkknorpel nehmen Betroffene oft eine vornübergebeugte Schonhaltung ein. Auch ein hinkender Gang ist bei Patienten mit Hüftschmerzen nicht selten.

Auch eine Frage des Alters

Die Ersetzung des Hüftgelenks durch eine Hüftprothese sollte möglichst so lange hinausgezögert werden, bis bei dem Patienten ein ausreichender Leidensdruck entstanden ist. Eine Altersgrenze gibt es nicht. Da die Qualität der verwendeten Hüftprothesen mittlerweile hervorragend ist, kann damit gerechnet werden, dass ein künstliches Hüftgelenk über 30 Jahre hält.

Gezielte Maßnahmen können das Fortschreiten der Erkrankung auch ohne künstliches Hüftgelenk bremsen und Hüftschmerzen lindern:

  • hüftschonender Sport wie zum Beispiel Radfahren oder Schwimmen
  • Gewichtsabnahme zur Reduzierung der Körperlast
  • spezielle Krankengymnastik
  • im Bedarfsfall Medikamente gegen Hüftschmerzen

Nur eine eingehende Untersuchung Ihrer Hüfte kann erweisen, ob eine Hüft-TEP oder eine andere Form der Hüftprothese für Sie in Frage kommt. Der behandelnde Arzt in der Elisee Klinik wird Ihnen ein künstliches Hüftgelenk wie zum Beispiel eine Hüft-TEP nur dann empfehlen, wenn nichts anderes mehr Aussicht auf Besserung verspricht.

Hüfttotalprothese (Hüft-TEP) und andere künstliche Hüftgelenke

Künstliche Gelenke wie eine Hüfttotalprothese ersetzen sowohl den Gelenkkopf des Oberschenkelknochens wie auch die Hüftgelenkpfanne. Sie werden in der Medizin als Total-Endoprothesen (TEP) bezeichnet, im Fall der Hüfte abgekürzt: Hüft-TEP. Andere Gelenkimplantate haben sich bei Gelenkverschleiß an der Hüfte nicht durchgesetzt.

Welche Art Hüftprothese oder künstliches Hüftgelenk zum Einsatz kommen sollte, ergibt sich aus:

  • dem Untersuchungsbefund
  • dem Patientenalter
  • der Knochenqualität
  • der Computerplanung, die vor jeder Operation anhand der digitalen Röntgenaufnahmen durchgeführt wird

Vielfach sind beide Hüftgelenke von starker Abnutzung betroffen. In solchen Fällen ersetzen wir zunächst das eine der beiden durch eine Hüft-TEP. Erst wenn die Hüftprothese von Ihrem Körper voll angenommen und funktionsfähig ist, erhält die andere Hüfte ihr künstliches Hüftgelenk. In seltenen Fällen, zum Beispiel bei extremen Streckhemmungen an den Hüftgelenken, werden die Hüftprothesen für beide Gelenke in einer einzigen Operation mit einer Narkose eingesetzt.

Hüftprothesen machen unter den Gelenkprothesen weltweit den größten Anteil aus. In Deutschland werden pro Jahr durchschnittlich um die 200.000 davon eingesetzt. Das Prothesen-Design konnte im Laufe der vergangenen Jahrzehnte immer mehr perfektioniert werden. Die moderne Generation der künstlichen Hüftgelenke kann die natürliche Gelenkfunktion sehr gut nachbilden und Sie in den meisten Fällen vollständig von Ihren Hüftschmerzen befreien. Selbst sportliche Betätigung ist dank Hüft-TEP mit Einschränkungen wieder möglich.

Material

Bei Hüft-TEPs können folgende Materialien zum Einsatz kommen:

  • Titan-Legierung
  • Kobalt-Chrom-Molybdän-Legierung (CoCrMo)
  • faserverstärkter Kunststoff wie Polyethylen
  • Keramik

Häufig besteht der Schaft des künstlichen Hüftgelenks, der mit dem Oberschenkelknochen verbunden wird, aus den Metallen CoCrMo oder Titan. Für die gegenüberliegende Hüftpfanne greift man bei einer Hüft-TEP auf ein Material zurück, das eine gute Gleitpaarung der Gelenkteile gewährleistet. Das kann Metall, Keramik oder der Kunststoff Polyethylen sein. Letzterer kommt immer häufiger zum Einsatz: Die Gelenkreibung bei künstlichen Hüftgelenken lässt sich so besonders gut reduzieren, was auch die Haltbarkeit einer Hüft-TEP verlängert. Wenn bei Ihnen ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt werden soll, werden die verwendeten Materialien ganz individuell auf Ihre Hüftsituation abgestimmt.

Der Eingriff

Das Einsetzen einer Hüft-TEP ist heutzutage ein Routineeingriff. Er kann unter Vollnarkose oder mittels Spinalanästhesie durchgeführt werden. Bei Letzterer wird lediglich die untere Körperhälfte betäubt. Die Hüft-TEP-Operation lässt sich auch minimalinvasiv durchführen. Dabei wird nur ein kleiner Zugang zum Hüftgelenk geschaffen. Das kann die Beanspruchung des Gewebes minimieren, die Rehabilitation erleichtern und späteren Hüftschmerzen vorbeugen.

Die möglichen Risiken beim Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks entsprechen etwa denen einer mittelschweren Operation. Vorher werden Sie eingehend darüber aufgeklärt.

Bei dem Eingriff werden zunächst die verschlissene Gelenkoberfläche und der Gelenkkopf entfernt. An deren Stelle werden die entsprechenden Teile des künstlichen Hüftgelenks eingesetzt.

Für die Fixierung der Hüft-TEP im Knochen gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Wenn möglich, werden die Prothesenteile direkt in den Oberschenkelknochen und die Gelenkpfanne eingebracht. Eine solche Hüft-TEP besteht zum größten Teil aus Titan und kann ganz natürlich einwachsen.
  • Bei Patienten, wo die Knochenqualität nicht zufriedenstellend ist, kann die Hüft-TEP zusätzlich mit Knochenzement fixiert werden. Das erhöht die Stabilität der Hüftprothese direkt nach der Operation. In diesem Fall wird für das künstliche Hüftgelenk meist eine CoCrMo-Prothese verwendet.

Nach dem Einbringen der Hüft-TEP wird das neue Hüftgelenk eingerenkt. Anschließend kann der Hautzugang verschlossen werden. Nach etwa einer Stunde ist das Einsetzen der Hüftprothese meist vorüber. 

Erfolgsaussichten

Wenn Sie Hüftbeschwerden haben und ein künstliches Hüftgelenk für Sie in Frage kommen könnte: Bitte wenden Sie sich jederzeit an unsere erfahrenen Ärzte. Dazu können Sie ganz einfach telefonisch oder per Kontaktformular Ihren persönlichen Termin vereinbaren.

Untersuchung und Beratung

Nach dem Einsetzen des künstlichen Hüftgelenks beginnt möglichst bald die Rehabilitation. So können Hüftbeweglichkeit und sicherer Gang wiederhergestellt werden.

  • Natürlich einwachsende Hüftprothesen dürfen nach der Operation sofort bis zur Schmerzgrenze belastet werden. In der Folge hat das künstliche Hüftgelenk genügend Zeit, sich gut mit dem Knochen zu verbinden. Nach etwa sechs Wochen ist die Hüftprothese fest in die Knochenumgebung integriert, nach etwa drei Monaten auch durch Sport belastbar.
  • Zementierte Hüftprothesen sind direkt voll belastbar. Erste Gelenkbewegungen werden möglichst schon am Tag der Operation ausgeführt, um die Hüftbeweglichkeit zu fördern.

Genau auf Sie abgestimmte Rehabilitationsmaßnahmen steigern in den kommenden Wochen normalerweise nach und nach die Bewegungsfähigkeit Ihrer Hüft-TEP. Der Zeitpunkt der Arbeitsfähigkeit ist berufsabhängig. In der Regel ist sie frühestens 12 Wochen nach dem Eingriff gegeben.

Erfahrungsgemäß wächst eine Hüft-TEP bei der weit überwiegenden Zahl der Patienten gut ein. Im Durchschnitt erfüllt das künstliche Hüftgelenk 30 Jahre oder länger seine Funktion. Eine regelmäßige Kontrolle bei Ihrem Orthopäden wirkt sich meist positiv auf die Lebensdauer aus. Sollte eine Hüft-TEP irgendwann Verschleißerscheinungen zeigen, ist ein Prothesenwechsel möglich.


Ihr Spezialist

keck

Dr. med. Florian Keck

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